Das Sakrament der Firmung: Gestärkt für den Weg des Glaubens
Informationen
Die Firmung ist das Sakrament der Bestärkung. Das Wort leitet sich vom lateinischen firmare ab. Das bedeutet «festmachen» oder «stärken».
Zusammen mit der Taufe und der Eucharistie gehört die Firmung zu den drei Initiationssakramenten. Sie gliedert einen Menschen voll in die katholische Kirche ein.
Während bei der Kindertaufe die Eltern «Ja» zum Glauben gesagt haben, tun dies die Jugendlichen bei der Firmung selbst. Sie bestätigen ihren Glauben öffentlich.
Im Mittelpunkt des Sakraments steht der Heilige Geist. Er wird den Gefirmten als Kraftquelle für ihr Leben geschenkt.
Die Apostelgeschichte erzählt, wie der Geist an Pfingsten die Jünger mutig machte. Genau diese Dynamik wirkt in der Firmung: Der Geist Gottes schenkt Mut, Orientierung und Tatkraft für den Alltag.
Die Spendung des Sakraments erfolgt durch zwei zentrale Zeichen: Die Handauflegung: Sie ist ein uraltes Zeichen für den Schutz Gottes und die Übertragung von Kraft.
Die Salbung mit Chrisam: Das wohlriechende Öl symbolisiert die Königswürde und den bleibenden Duft Christi, den die Gefirmten in die Welt tragen sollen. Der Spender spricht dazu: «Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.»
Die Firmung ist kein Abschluss, sondern ein Startschuss. Sie erinnert uns daran, dass wir als Getaufte und Gefirmte gerufen sind, unsere Talente einzubringen. Wir sollen die Welt und unsere Kirche aktiv mitgestalten.