2039756.jpg

Marienmonat Mai

Maria ist die Frau, die wir als Himmelskönigin verehren. In der Offenbarung des Johannes hören wir, dass diese Frau ein schönes Gewand trägt: Sie hat einen Kranz von Sternen auf ihrem Haupt und steht auf der Mondsichel. Eingehüllt in diesen kosmischen Sternenmantel ist Maria die Schönste, der auf Erden an Schönheit keiner gleicht.

Der Mai gilt in der katholischen Tradition seit Jahrhunderten als besonderer Monat zu Ehren der Gottesmutter Maria.

Wenn die Natur neu erblüht, Blumen ihre Farben zeigen und alles von Leben erfüllt scheint, richtet sich auch der Blick der Gläubigen auf Maria – als Zeichen der Hoffnung, des Neubeginns und der Fürsorge.

Bereits im Mittelalter entstanden erste Formen der Marienverehrung im Frühling. Der Marienmonat Mai ist im Laufe der Jahrhunderte schrittweise gewachsen und wurde besonders im 18. Jahrhundert durch den Jesuiten Alfonso Muzzarelli geprägt und verbreitet. Maiandachten, geschmückte Marienaltäre und gemeinsame Gebete laden seither dazu ein, innezuhalten und sich von Marias Vertrauen und Hingabe inspirieren zu lassen.

Maria wird in der christlichen Überlieferung nicht nur als Mutter Jesu verehrt, sondern auch als mütterliche Begleiterin für die Menschen. Ihr Leben steht für Liebe, Geduld, Stärke und ein offenes Herz für Gottes Wirken – Eigenschaften, die bis heute berühren und Orientierung schenken.

Muttertag im Marienmonat

In schöner Weise fällt in diese Zeit auch der Muttertag, der jeweils am zweiten Sonntag im Mai gefeiert wird.

Seine Ursprünge liegen in den USA des frühen 20. Jahrhunderts: Die Sozialaktivistin Anna Marie Jarvis setzte sich dafür ein, einen Gedenktag zu Ehren aller Mütter einzuführen.

1914 wurde der Muttertag in den Vereinigten Staaten offiziell anerkannt und verbreitete sich in den folgenden Jahren auch in Europa.

So verbindet der Monat Mai auf besondere Weise die Verehrung Marias mit der Wertschätzung aller Mütter. Beide stehen für Fürsorge, Liebe und das Geschenk des Lebens.

Der Blick auf Maria kann dabei helfen, die Bedeutung von Mutterschaft tiefer zu verstehen – nicht nur biologisch, sondern auch im übertragenen Sinn: als Haltung der Zuwendung, des Schutzes und der Hoffnung.

Der Marienmonat Mai lädt uns ein, dankbar zu sein – für Maria, für unsere eigenen Mütter und für all jene Menschen, die uns im Leben mütterlich begleiten. Er erinnert daran, wie wichtig Liebe, Geborgenheit und Vertrauen sind – Werte, die sowohl im Glauben als auch im Alltag tragen.

Marienmonat und Muttertag in unserem Pastoralraum

In Wildegg feiern wir den Marienmonat mit Maiandachten in der St. Antoniuskirche.

Maria in der St. Antoniuskirche

Gemeinsam möchten wir die Gottesmutter ehren und ihr für ihr Leben und Vorbild als erste Christin danken.

Wir treffen uns jeden Mittwoch im Mai um 19 Uhr in der Antoniuskirche. Die Feiern dauern etwa 30 bis 40 Minuten und anschliessend sind alle zu einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee, Tee oder einem Glas Wein und etwas Kleinem zum Knabbern in den Saal eingeladen. Gönnen Sie sich diese kurze Auszeit – Sie sind herzlich willkommen!

Im Marienmonat Mai sind alle herzlich eingeladen, gemeinsam den Rosenkranz zu beten. Die Gebete finden in Lenzburg in der Herz Jesu Kirche jeweils mittwochs, 16.30 Uhr, sowie in Seon in der Kirche St. Theresia jeden Freitag, 18 Uhr, statt.

Wenn Sie im Marienmonat der Madonna in unseren Kirchen Blumen bringen möchten, freuen wir uns. Verwenden Sie kleine, transparente Vasen und verzichten Sie auf Topfpflanzen. Danke für Ihre Rücksichtsnahme.

In unserem Pastoralraum feiern wir in der Herz Jesu Kirche und in der St. Antonius Kirche am Sonntag, 10. Mai, den Muttertag in den Gottesdiensten.

In Lenzburg findet nach dem Gottesdienst ein Apéro für alle statt.

Titelbild: Schwarze Madonna, Einsiedeln; Alwin Gasser/pixelio.de